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Flugschule

Das Rettungssystem - 08.06.2005 um 16:38

Das Rettungssystem

Mit freundlicher Empfehlung der
Flugschule Heinz Storch - Flugplatz Rothenburg
Anfragen zur UL-Schulung allgemein sowie zu Terminen (auch individuelle Terminabsprachen möglich),
Preisen etc. unter: oder direkt bei der Flugschule Heinz Storch
unter:Tel / Fax 035891 47210 Funk 0177 3425644
www.flugschule-storch.de , info@flugschule-storch.de
(bitte unter Hinweis auf diese Internetseite)
 

Auf dieser Seite erscheint regelmäßig Wissenswertes über die Ultraleicht - Fliegerei
 

Heute zum Thema:

 
Das Rettungssystem

In der UL-Fliegerei sind wir in Deutschland rechtlich gezwungen, ein Rettungssystem mitzuführen. Dadurch wird unser Luftsport selbst im Falle eines Falles eine relativ sichere Angelegenheit.

Es gibt in der Praxis zwei Möglichkeiten: Fallschirme, die die Insassen am Körper tragen und solche, die im Falle eines Falles das gesamte Gerät mitsamt der Besatzung zur Erde zurück tragen. Dabei hat sich im UL-Sport die letztere Variante durchgesetzt.

Die sichere Auslösehöhe beträgt dabei ca. 50 bis 100 m, es ist kein Aussteigen aus dem Flugzeug nötig und darüber hinaus bietet dieses System einen größeren Komfort (es müssen keine zusätzlichen Gurte angelegt werden und der Sitzplatz wird nicht eingeengt).

Zum Öffnen des Fallschirms gibt es dabei zwei verschiedene Varianten:

- bei einfacherenSystemen befindet sich im Container eine Sprungfeder, die einen kleineren Vorschirm in den Luftstrom heraus zieht, wenn der Pilot die Reissleine zieht und dadurch einen Splint aus dem Container entfernt, so dass sich letzterer öffnet. Dieser Vorschirm zieht dann den Hauptschirm heraus.

- Raketensysteme haben sich zwischenzeitlich verbreitet. Hier gibt es keine Reissleine mehr sondern einen elektrischen oder mechanischen Auslösemechanismus für eine Rakete, welche mit einer Leine mit dem Hauptschirm verbunden ist. Die Rakete zieht den Hauptschirm aus dem Container und öffnet diesen blitzschnell. Öffnungszeiten von unter einer Sekunde werden damit erreicht. Durch diese Rakete wird der Schirm notfalls auch durch Hindernisse hindurch - z. B. durch die Flächenbespannung - ins Freie gezogen.

Damit auch jederzeit ein ordnungsgemäßes Öffnen des Rettungsschirms gewährleistet ist, muss der Schirm regelmäßig gepackt werden. Die Packintervalle hängen dabei vom Schirmmaterial ab und liegen zwischen 3 Monaten und 5 Jahren. Das Packen übernimmt dabei ein geschulter Packmeister. Ist der Schirm nass geworden, muss er vor dem nächsten Flug auf jeden Fall gepackt werden, damit er nicht durch Verkleben in seiner Funktion beeinträchtigt wird.

Alle Beiträge finden Sie im Flugschule-Archiv

 

Letzte Aktuallisierung am letzte Änderung: 24.10.2008 , 18:03:39

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